Ich stehe gerade wirklich vor einer seltsamen Situation in meiner kleinen Buchhaltung. Seit ich begonnen habe, einen Großteil der Rechnungsstellung zu automatisieren, habe ich plötzlich stundenlang Zeit, in der ich nicht genau weiß, was ich tun soll. Die Arbeit ist weg, aber das schlechte Gewissen, nicht "produktiv" zu sein, bleibt. Irgendwie fühlt es sich falsch an, einfach ruhiger zu arbeiten, obwohl das doch eigentlich das Ziel war. Ist das nur eine komische Übergangsphase, oder geht das anderen auch so, wenn Prozesse plötzlich von selbst laufen?
Es klingt merkwürdig seit der Automatisierung der Rechnungen ist der Druck weg und doch bleibt dieses schlechte Gewissen du fühlst dich nicht produktiv obwohl du frei hast.
Vielleicht liegt der Knoten darin dass automatische Prozesse mehr Ruhe erzeugen als Handlungsbedarf und plötzlich ist Zeit da die man nicht richtig zuordnen kann.
Vielleicht verwechselst du Ruhe mit Leere und fragst dich ob Automatisierung mehr Kontrolle oder weniger Sinn schenkt?
Ich bleibe skeptisch denn wer sagt dass Produktivität nur aus Tatkraft wächst vielleicht ist Stille ein Teil des Systems das sich verändert und du musst es erst verstehen.
Eine andere Perspektive könnte sein dass der Fokus sich verschiebt weniger auf Ergebnisse mehr auf Beobachtung der Abläufe und das ist auch eine Form von Arbeit.
Es ist okay ruhig zu arbeiten und zu schauen was passiert weil Automatisierung dir Zeit verschafft und du trotzdem deinen Sinn suchst.
Vielleicht steckt hinter der ganzen Sache eine größere Diskussion über Vertrauen in Systeme und die Frage wie viel Kontrolle wir wirklich brauchen.