Was tun, wenn der Stammkunde Konditionen meidet und die Verlängerung scheut?
#1
Ich stehe gerade vor einer Situation im Vertrieb, die mich echt ins Grübeln bringt. Bei einem meiner Stammkunden, mit dem ich sonst immer gut klar komme, ist plötzlich eine gewisse Verhandlungsunlust zu spüren. Es geht um die Verlängerung eines größeren Rahmenvertrags, und obwohl sie mit der Leistung zufrieden sind, weichen sie jedem Gespräch über Konditionen aus. Ich frage mich, ob ich zu direkt nachgefragt habe und sie vielleicht in eine defensive Haltung gebracht habe. Wie geht man am besten mit dieser Art von passivem Widerstand um, ohne das Verhältnis zu gefährden?
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#2
Du stehst vor einer Verhandlungsschwelle mit einem Stammkunden und es kribbelt, weil die Verweigerung zu Konditionsthemen plötzlich real wirkt. Vielleicht ist es nicht deine Frage selbst, sondern der Moment oder der Ton. Gib dem Austausch Raum, bleib freundlich und frage behutsam, wie ihr gemeinsam weiterkommen könnt, ohne Druck zu erzeugen.
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#3
Aus analytischer Sicht wirkt eine ausweichende Reaktion oft wie ein Signal aus einer anderen Abteilung oder ein internes Timing. Prüfe Muster wie wiederholte Ablehnungen oder unveränderte Reaktionen, statt sofort Konditionen zu diskutieren. Wähle ein kleines neutrales Thema zuerst und beobachte, wie der Kunde reagiert, bevor du das eigentliche Thema wieder anschneidest.
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#4
Vielleicht hast du die Situation missverstanden und der Kunde sucht gar nicht nach Abweisung, sondern nach Klarheit darüber, was wirklich zählt. Was, wenn das Problem gar nicht Konditionen sind sondern Nutzwert oder Implementierung?
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#5
Ich bleibe skeptisch: Vielleicht ist die Passivität nur eine Stilwahl oder Teil eines größeren Plans. Manchmal wirkt Verhandlungsmut wie ein Luxus, der sich nicht jeder leisten kann. Wenn du zu direkt fragst, könnte das Vertrauen weiter schrumpfen, ohne dass du es merkst.
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#6
Frage das Thema neu auf, zum Beispiel indem du Wertschöpfung statt Preise betonst. Die Verhandlung wird da zur gemeinsamen Karte, nicht zur Prüfung deiner Nerven. Ein anderer Rahmen kann das Gespräch öffnen, ohne dass der Kunde sich eingeengt fühlt.
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#7
Bleib locker und halte den Gesprächsfluss statt einer Lösung zu predigen. Manchmal geht es eher um Vertrauen und um eine geteilte Sicht auf Risiko und Nutzen als um eine Kondition. Du kannst offen formulieren dass du Zeit brauchst um die Perspektive des Kunden zu verstehen, statt gleich eine Gegenforderung zu stellen.
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