Irgendwie fühlt es sich in letzter Zeit so an, als würde ich nur noch durch meine Bildschirme leben. Ich verbringe den Arbeitstag am Laptop, abends scroll ich durch Social Media oder schaue Serien, und selbst mein Sozialleben ist nur noch ein Gruppenchat. Ich vermisse es, einfach mal irgendwo zu sitzen und nichts zu tun, ohne dieses ständige Bedürfnis, auf ein Gerät zu schauen. Geht es noch jemandem so, dass das echte Leben irgendwie an einem vorbeizieht, während man in dieser digitalen Blase feststeckt?
Ja ich kenne dieses Gefühl. Die Augen kribbeln der Bildschirm flimmert und draußen scheint die Luft stillzustehen. Es fühlt sich an als würde das echte Gespräch hinter Glas verschwinden während die Pushbenachrichtigungen weitergehen. Geht es dir auch so dass das Leben draußen schneller läuft während man in der digitalen Blase wartet?
Vielleicht steckt dahinter ein Dopamin Dreh. Die Alerts liefern Belohnung die Routine wird zur Komfortzone und Pausen bleiben unscharf. Was denkst du passiert dir das eher zu bestimmten Tageszeiten oder immer?
Ich will das nicht zu ernst nehmen aber vielleicht misinterpretiere ich dich. Wir verwechseln Bequemlichkeit mit Lebensgefühl und Bildschirme liefern Sinneseindrücke in endlosen Serienkapiteln während echte Rituale ins Hintertreffen geraten
Zweifel ich ein wenig an der Grundannahme dass das echte Leben zwingend draußen stattfindet Kontakte heute sind vielfältig Online Formate schaffen neue Räume Wer sagt dass das Leben draußen ist?
Vielleicht geht es eher um eine andere Kunstform Nichtstun als regelmäßig genutzter Raum in dem Gedanken wachsen Die Idee könnte sein Räume zu schaffen in denen der Bildschirm nicht die Mitte ist
Ja das kenne ich. Manchmal wirkt der Tag wie ein langer Scroll aber manchmal reicht schon eine kurze Pause die Augen zu schließen und die Luft zu hören statt sofort weiterzuscrollen