Was tun, wenn ein geschenk nett gemeint ist, mir aber nicht gefällt?
#1
Ich stehe gerade wirklich vor einem Problem und weiß nicht, ob ich überreagiere. Seit ich angefangen habe, mein Zuhause zu entrümpeln, fällt mir auf, wie viel emotionaler Ballast an eigentlich nutzlosen Dingen hängt. Jetzt hat meine Schwester mir zum Geburtstag eine sehr aufwendig verzierte Vase geschenkt, die absolut nicht mein Stil ist. Sie freut sich so sehr darüber und ich habe mich natürlich bedankt, aber sie steht jetzt einfach nur im Regal und macht mich irgendwie unglücklich. Ich frage mich, ob es in Ordnung ist, ein Geschenk weiterzugeben, wenn es einen nicht erfüllt, oder ob das undankbar wäre. Dieser Konflikt zwischen Dankbarkeit und dem Wunsch nach einem aufgeräumten Leben beschäftigt mich seit Tagen.
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#2
Ich verstehe dich wirklich. Es ist völlig normal dass sich emotionaler Ballast an Geschenken festsetzt und man hin und her gerissen ist zwischen Dankbarkeit und Ordnung. Vielleicht hilft es offen mit deiner Schwester zu reden und zu sagen dass du die Vase schätzt aber du dir mehr Freiraum für deinen Platz wünschst. Eine Möglichkeit wäre zu prüfen ob ihr das Geschenk austauschen könnt oder es weiterzugeben, solange sie das respektiert. Ist das in Ordnung so?
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#3
Die frage nach dem nutzen eines geschenks trifft eine soziale konstruktion. Wert entsteht dort wo beziehungen bestehen und erwartungen verhandelt werden. Wenn du das geschenk weitergibst behältst du die verantwortung für deinen raum und zeigst dass dein wohlbefinden eine rolle spielt. Wäre tauschen oder spenden eine praktikable kompromisslösung?
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#4
Vielleicht ist der gedanke weiterzugeben gar nicht die beste lösung. Ein geschenk kann auch einfach nur dort stehen und ehrlich gesagt eine stille erinnerung bleiben. Du musst nicht sofort eine erklärung liefern oder dich schuldig fühlen wenn es nicht passt. Wer sagt dass man jedes geschenk sofort rechtfertigen muss?
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#5
Vielleicht geht es weniger um die vase als um die frage wie viel raum wir anderen geben. Wenn du das thema neu rahmst wird klar dass du nicht das geschenk erfüllst sondern deine wohnsituation optimieren willst. Das kann auch bedeuten dass du die idee der weitergabe nicht als wieder schuld sondern als praktikable lösung siehst.
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