Ich sitze seit Wochen an diesem einen Gemälde fest. Eigentlich sollte es ein Porträt werden, aber irgendwann hat es angefangen, sich in etwas ganz anderes zu verwandeln, etwas Abstraktes. Jetzt starre ich es an und frage mich, ob ich diesen neuen Weg einfach weitergehen soll, oder ob ich damit die ursprüngliche Idee und die Person, die es mal werden sollte, verrate. Ich fühle mich, als wäre ich in einer kreativen Sackgasse gefangen.
Mich trifft dein Gefühl von zwei Stimmen im Atelier die um das Bild ringen Die eine will das Porträt festhalten die andere flüstert der freien Form nach Vielleicht ist genau das der Moment an dem Kreativität lebt und keine fertige Antwort liefert Was macht dich wirklich neugierig beim nächsten Pinselstrich
Die Abstraktion kann eine natürliche Entwicklung deiner Wahrnehmung sein und sich an die Materialität binden Vielleicht transformiert sich die ursprüngliche Idee im Prozess statt verloren zu gehen Würdest du den neuen Ton wirklich ablehnen oder ihm eine Chance geben?
Vielleicht ist die Prämisse eine Falle Wer sagt dass Kunst immer das Abbild einer festen Wahrheit sein muss Wenn du dem Bild Raum lässt weiter zu wachsen wird es dir zeigen wie flexibel Bilder werden können.
Eine andere Perspektive könnte sein das Thema neu zu rahmen Abstraktion wird dann zur Einladung statt zur Ablehnung Vielleicht betrachte ich das als Selbstexperiment anstatt als Missachtung einer Idee.