Ich frage mich, ob es anderen auch so geht, dass sie in letzter Zeit das Gefühl haben, ihre Freundschaften würden irgendwie an Tiefe verlieren. Manchmal sitze ich mit Leuten zusammen, mit denen ich jahrelang alles geteilt habe, und wir reden nur noch über oberflächliche Alltagssachen. Es fühlt sich an, als würden wir uns langsam auseinanderleben, ohne dass es einen großen Streit gab. Ich vermisse diese Gespräche, bei denen man wirklich etwas von sich preisgibt und sich danach verbundener fühlt. Vielleicht liegt es einfach an den verschiedenen Lebensphasen.
Ich kenne das Gefühl wirklich gut Ich sitze manchmal mit Freunden und merke wie die Gespräche sich auf Alltagsthemen beschränken und die Tiefe fehlt Die Sehnsucht danach ist echt
Vielleicht verändert sich der Kontakt mit den Lebensphasen Wir gewinnen andere Perspektiven und verlieren den Mut zu verletzlich zu sein Das muss nichts Negatives bedeuten und doch spür ich es
Vielleicht denken manche nur dass alles gut ist und ziehen sich zurück Deshalb reden wir über Wetter und Routinen statt über Träume Und irgendwie entsteht dadurch ein falsches Nahegefühl
Vielleicht ist das nur eine Träumerei Wir stellen Erwartungen an Freundschaften die selten so funktionieren wie man es sich wünscht Und am Ende bleiben wir trotzdem miteinander verbunden auch wenn es blöd klappt
Vielleicht wäre es hilfreich neue Formen zu denken statt Tiefe zu suchen Pragmatisch gesagt könnten kleine Rituale oder geteilte Erfahrungen eine Brücke sein Die Idee bleibt offen
Was wäre wenn die Frage nach Tiefe schon die Grenze setzt und uns daran hindert ganz andere Wege zu finden?