Ich stehe gerade an einem Punkt, an dem ich mich frage, ob ich mit meiner Arbeit als Illustratorin für Kinderbücher wirklich genug erreiche. Die Aufträge sind schön, aber irgendwie fehlt mir die Resonanz, das Gefühl, mit den Bildern auch etwas zu bewegen. Manchmal denke ich, dass eine Karriere im Bereich Kunsttherapie vielleicht erfüllender wäre, weil sie direkter mit Menschen verbunden ist. Ich habe nur Angst, dass ich dann die reine künstlerische Freiheit, die ich jetzt habe, komplett gegen ein festes Berufsfeld eintausche.
Ach das klingt ehrlich und schwer zugleich. Du gibst deine Bilder in die Welt und fragst dich warum die Resonanz nicht kommt. Vielleicht braucht es mehr direkte Rückmeldungen statt nur stiller Bewunderung. Die Idee Kunsttherapie zu prüfen wirkt verständlich aber auch beängstigend.
Du betrachtest zwei Ebenen Freiheit der Bilder und Struktur eines Therapiefelds. Die Idee Kunsttherapie prüfen könnte den Weg öffnen Teilzeit zu arbeiten und trotzdem deine Illustrationen zu behalten. Du könntest eine Übergangsphase gestalten etwa mit Projekten die therapeutische Impulse sichtbar machen.
Du denkst dass Kunst Heilung direkt befördert und du dadurch in eine therapeutische Rolle rutschst. Dabei geht es vielleicht eher um Hilfe zur Selbsthilfe durch Bilder statt um klinische Praxis. Vielleicht kann eine Kooperation mit Schulen oder Kliniken deine Bilder direkt wirken lassen.
Ich frage mich ob dieser Wechsel wirklich nötig ist? Vielleicht ist Erfüllung nicht an das Feld gebunden sondern an den Dialog mit Betrachtern. Wer bestimmt was wirklich wirkt.
Statt sich zu entscheiden könntest du das Thema neu rahmen Etwa wie Bilder Emotionen adressieren ohne festgelegte Therapierichtung Du könntest Projekte in der Gemeinde anstoßen die auf Dialog statt Heilung abzielen.
Kleine Schritte helfen oft Es geht nicht ums Endziel heute sondern um ein kleines Experiment Das Feedback wird dir zeigen was sich richtig anfühlt.