Ich frage mich, ob es anderen auch so geht, dass sie manchmal das Gefühl haben, in Gesprächen nur noch die Rolle des Zuhörers einzunehmen. Mir fällt das besonders bei einer Freundin auf, bei der ich mittlerweile automatisch in die Schweigespirale verfalle, sobald wir uns treffen. Sie erzählt und erzählt, und ich nicke nur noch. Irgendwann frage ich mich dann, warum ich eigentlich nichts mehr von mir preisgebe.
Ja das kenne ich, manchmal sitzt man da und das Zuhören wird zur Gewohnheit und die eigene Stimme verschwindet in der Schweigespirale.
Vielleicht passiert das weil Gespräche mit einer Person die viel redet ein Ungleichgewicht schaffen und man unbewusst in die Beobachterrolle schlüpft um Energie zu sparen.
Muss man wirklich immer die Rolle des Zuhörers übernehmen oder könnte es auch sein dass die Situation andere Bedürfnisse hat und wir das Ganze neu denken sollten?
Mir klingt das alles etwas schulmeisterlich doch so eine Debatte über Erwartungen in Freundschaften führt selten zu Klarheit und manchmal fühlt man sich nur gesehen wenn man auch spricht.
Statt sich nur über das Zuhören zu definieren könnte man das Thema neu rahmen und fragen welche Art von Gesprächen euch beiden guttut und ob Pausen Platz haben sollten
Vielleicht hilft es am nächsten Treffen deutlich zu sagen ich möchte heute auch Raum für mich und was mir wichtig ist.