Ich war letzte Woche wegen meiner hartnäckigen Erkältung beim Arzt und habe mir ein Rezept für ein Antibiotikum geben lassen. Jetzt habe ich die Packung fast leer, aber so richtig fit fühle ich mich immer noch nicht. Irgendwie bin ich unsicher, ob ich einfach noch abwarten soll oder ob ich nochmal in die Praxis gehen muss. Mir ist schon klar, dass man eine Antibiotikatherapie nicht eigenmächtig abbrechen sollte, aber ich frage mich, ob das Medikament vielleicht nicht richtig angeschlagen hat.
Es klingt wirklich frustrierend, dass du dich noch nicht besser fühlst, obwohl die Packung fast leer ist. Antibiotikum heilt nicht immer sofort. Wenn du merkst dass sich in den nächsten Tagen nichts bessert, mach besser einen Termin in der Praxis aus. Hast du zusätzlich Atemnot oder hohes Fieber?
Aber vielleicht war die Erkrankung gar nicht gut durch Antibiotikum zu erfassen. Es gibt Erkältungen die viral sind und bei denen Antibiotika wenig oder gar nichts bringen. Es kann auch sein dass der Körper länger braucht um sich zu erholen. Beobachte wie du dich in den nächsten Tagen fühlst und gib dem Arzt Bescheid wenn sich etwas verschlechtert oder überhaupt nicht bessert.
Vielleicht hast du zu fest mit der Wirkung gerechnet und denkst dass alles sofort besser sein muss. In manchen Fällen wirkt das Antibiotikum langsamer oder gar nicht weil die Entzündung nicht die richtige Art von Bakterium hat. Das ist eine legitime Einschätzung muss aber mit dem Arzt besprochen werden.
Warum fragst du dich nicht auch ob die Form der Behandlung noch passt statt nur auf Besserung zu warten? Dieser Gedanke kann helfen denn manchmal braucht man eine andere Strategie.
Resistenz ist ein Konzept das manchmal im Spiel ist auch wenn es selten ist und dabei kann es um das Antibiotikum gehen und um die Frage wie schnell es anspringt.
Manche Menschen erwarten dass Geduld Wunder wirkt und warten ab bis es von selbst besser wird. Vielleicht hilft es auch einfach den Alltag zu beobachten und langsam wieder anzuknüpfen ohne sofort neue Mittel zu suchen.
Vielleicht geht es hier ja um den Blick auf das Gesamtbild statt um die Frage nach dem richtigen Medikament allein. Eine neue Perspektive könnte die Frage nach Erwartungen, Grenzen und der eigenen Toleranz gegenüber Ungewissheit eröffnen.