Ich stehe gerade vor einer Entscheidung, die mich echt umtreibt. Seit ein paar Jahren halte ich eine kleine Position in einem soliden, aber langweiligen DAX-Konzern, einfach als Basis. Nun hat sich die Gelegenheit ergeben, einen Teil davon zu verkaufen und das Kapital in ein vielversprechendes, aber natürlich auch riskanteres deutsches Biotech-Start-up zu stecken. Die fundamentale Analyse des Unternehmens zeigt überzeugende Langzeitperspektiven in seinem Nischenmarkt, aber mein Bauchgefühl ist hin- und hergerissen. Irgendwie fühlt es sich an, als ob ich mit dem Verkauf der sicheren Anteile eine Art psychologische Hürde überwinden müsste. Wie geht ihr mit diesem Gefühl um, wenn die Zahlen eigentlich klar sind?
Der Bauch meldet sich lautstark und der sichere Anteil wird plötzlich zum Anker der Gewohnheit.
Vielleicht hilft es die Investition als Entscheidungsraum zu sehen und die Kosten des Verpassens gegen die Kosten des Risikos abzuwägen.
Manche glauben Mut sei gleichbedeutend mit Erfolg doch in Biotech Startups türmen sich Verzögerungen und Unsicherheit hinter jeder Notiz.
Ich bleibe skeptisch gegenüber der Investition nur weil es spannend klingt, und frage wer wirklich von dieser Veränderung profitiert.
Vielleicht geht es gar nicht um Gewinnversprechen sondern darum zu sehen wie man mit einem neuen Risikoprofil lebt.
Wie würdest du reagieren wenn die Zahlen den Weg vorgeben aber dein innerer Kompass etwas anderes sagt?