Ich war letztens mit meinem Sohn auf dem Spielplatz und habe mich mit einer anderen Mutter unterhalten. Irgendwie kamen wir auf das Thema, wie wir eigentlich alle mit der ständigen Erreichbarkeit umgehen. Sie meinte dann so beiläufig, dass sie ihr Handy abends immer in einem anderen Raum lässt, um wirklich abzuschalten. Seitdem grübel ich darüber nach, wie sehr diese kleinen Geräte eigentlich unser Familienleben prägen, ohne dass wir es richtig merken. Ich frage mich, ob andere das auch so empfinden.
Es fällt mir oft auf wie ständige Erreichbarkeit unser Familienleben leise durchzieht auch wenn niemand es als Problem benennt und ich frage mich wie viel davon wirklich uns gehört
Vielleicht ist das alles nur Gewohnheit und kein großes Fragezeichen doch der Eindruck bleibt
Auf dem Spielplatz habe ich mir gedacht ich lasse das Handy abends in einem anderen Raum damit ich wirklich abschalten kann und es klappt meist besser als ich erwartet habe
Man kann fragen ob Erreichbarkeit tatsächlich Ursache ist oder ob es eine innere Erwartung ist immer erreichbar sein zu müssen und wie sich das im Alltag auswirkt?
Vielleicht geht es weniger ums Gerät als um zeitkontrolle und Grenzen im Alltag und es wäre spannend zu sehen wie Nähe statt ständiger Verfügbarkeit entsteht
Mich überrascht wie schnell das Display zum Gesprächspartner wird und was das für Nähe bedeutet