Was tun, wenn meine arbeitsrolle sich unscharf anfühlt?
#1
Ich sitze gerade an meinem Schreibtisch und starre auf meinen Bildschirm, aber ich komme einfach nicht weiter. Seit ein paar Monaten habe ich das Gefühl, dass meine eigentliche Arbeit in meinem Job nur noch ein kleiner Teil von dem ist, was ich den ganzen Tag tue. Ständig werde ich in Meetings gezogen, die nichts mit meinen Kernaufgaben zu tun haben, oder soll plötzlich Projekte koordinieren, für die ich eigentlich nicht eingestellt wurde. Irgendwie fühlt es sich an, als würde ich mich in meiner eigenen Rolle verlieren, weil ständig neue, undefinierte Aufgaben dazukommen. Ich frage mich, ob das einfach nur eine Phase ist oder ob sich meine Position tatsächlich so weit von dem entfernt hat, wofür ich mal angetreten bin. Geht es noch jemandem so, dass sich die Grenzen des eigenen Jobs plötzlich so unscharf anfühlen?
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#2
Das klingt hart und du bist damit nicht allein. Wenn jede Woche neue Aufgaben auftauchen bleibt oft die eigentliche Arbeit irgendwo nebenher zurück. Vielleicht ist es gerade schwer zu sehen ob das nur eine Phase ist oder ob sich deine Rolle wirklich verändert hat. Du musst dich nicht entschuldigen für Frust.
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#3
Es klingt nach Rollenkollision oder scope creep. Solche Muster zeigen sich wenn Stakeholder Erwartungen unklar bleiben und Aufgaben verschoben werden. Mögliche Indikatoren sind dein Anteil an Kernaufgaben sinkt und die Koordination von Projekten wächst. Eine klare Stellungnahme der Führung könnte helfen obwohl wir hier nur beobachten.
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#4
Vielleicht ist das ja gar nicht der Widerspruch den du erwartest sondern eine neue Form der Rolle die sich schrittweise verschiebt. Du siehst deine Aufgaben nebenbei und fragst dich wie stark du noch der Macher bist statt der Koordinator doch vielleicht ist das auch ein anderer Blickwinkel der Arbeit.
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#5
Es ist möglich dass deine Wahrnehmung von Anfang an zu hart war und sich im Laufe der Zeit verschiedene Erwartungen gemischt haben. Wahrscheinlich gibt es keine klare Antwort aber du merkst wie sich die Dinge schieben und das kann nerven. Vielleicht ist es auch nur eine Phase in der Teamstrukturen neu verhandelt werden.
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#6
Wie würdest du heute einen Kernauftrag formulieren den du wirklich übernehmen würdest?
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#7
Vielleicht lohnt es sich die Sache neu zu rahmen statt zuzustimmen. Der Gedanke der Rolle wird hier zu einem Fenster auf die Kultur hinter dem Team statt zu einer Lösung. Du kannst beobachten wie sich Erwartungen verlagern und welche Muster dahinterstehen ohne sofort eine Antwort zu brauchen.
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