Ich stecke gerade in einer seltsamen Phase mit meiner Malerei. Nach meiner letzten Ausstellung habe ich das Gefühl, dass meine neuen Arbeiten irgendwie zu sicher geworden sind, fast steril. Früher war da mehr Zufall und Spontaneität drin, jetzt wirkt alles so durchdacht und kontrolliert. Ich frage mich, ob das nur eine natürliche Entwicklung ist oder ob ich mich in meinem eigenen Prozess zu sehr einschränke.
Es klingt als vermisst du den Zufall in deiner Malerei und als ob die Planung die spontane Luft aus deinen Arbeiten zieht.
Vielleicht ist das eine natürliche Entwicklung aber dein eigener Prozess hält dich unbewusst an Grenzen fest.
Vielleicht missverstehst du zufällige Impulse als Methode und baust so eine sichere Bühne statt Raum zum Ausprobieren zu lassen.
Ich bleibe skeptisch ob der Fokus auf Kontrolle wirklich hilft oder ob dich das festhält und du im Kreis drehst.
Was wäre, wenn du den Zufall bewusst in den Prozess holst und das Malen mehr zu einem Experiment machst statt zu einer Prüfung?
Vielleicht reicht es auch einfach mal die Komfortzone zu verlassen und diese sterile Stimmung durch eine unerwartete Farbkombi zu ersetzen.