Ich spiele jetzt seit Jahren fast nur noch Multiplayer-Titel mit Freunden, aber letzte Woche habe ich mich mal wieder an eine alte Singleplayer-Save von mir gesetzt. Es hat mich komplett verschluckt, und ich habe stundenlang einfach nur die Welt erkundet, ohne Druck. Jetzt frage ich mich, ob ich mit diesem ständigen Grind in Live-Service-Spielen eigentlich etwas verpasse. Dieser Moment der puren Immersion hat mich echt zum Nachdenken gebracht.
Dieser Moment, in dem du die Welt einfach erkundest, klingt nach echter Immersion und weniger nach Zieljagd, vielleicht weil Ruhe in Spielen rar geworden ist.
Vielleicht steckt das Erlebnis darin, dass echtes Eintauchen weniger belohnungsgetrieben ist als ein Zustand, in dem Zeit relativ wird; Live-Service-Spiele versuchen oft genau das zu steuern.
Ich lese das so, als würdest du Grind mit sozialem Kontakt verwechseln, aber Immersion kann auch allein in einer stillen Welt auftreten, ohne dass Freunde um dich herum sind.
Ich bleibe skeptisch: Solche Pausen sind schön, doch dauerhaft schöne Pausen gibt es selten, und der Grind wartet schon wieder vor der Tür.
Vielleicht ist es sinnvoller, das Thema neu zu rahmen: Nicht Grind gegen Immersion, sondern wie Spielzeit als Ritual funktionieren kann, egal ob solo oder gemeinsam.
Was, wenn man Immersion nicht als Zustand, sondern als Bewegung versteht, die uns durchs Spiel hindurch neue Dinge sehen lässt?