Ich stehe gerade vor einer Wand aus meinen eigenen Landschaftsfotos und mir fällt auf, dass sie alle irgendwie gleich wirken. Seit ich vor einem Jahr auf Vollformat umgestiegen bin, jage ich fast nur noch das perfekte Licht in der goldenen Stunde. Das Ergebnis ist zwar technisch gut, aber es fühlt sich irgendwie seelenlos an. Ich vermisse die Überraschung, die ich früher mit meiner alten Kamera hatte, wenn ich einfach drauflos geknipst habe. Vielleicht sollte ich mich mal wieder auf das Wesentliche besinnen und die Technik weniger wichtig nehmen.
Ich verstehe den Frust vor der Wand aus Bildern du suchst nach dem Funken der Seele statt nach der perfekten Belichtung der Blick wird wacher wenn du einfach losziehst und die Kamera nicht an die goldene Stunde bindest
Die goldene Stunde liefert klare Bilder doch die Überraschung fehlt analytisch gesehen ist es oft eine Frage der Variation das Licht kommt auch an anderen Orten und zu anderen Zeiten
Vielleicht geht es dir darum wieder mehr frei zu knipsen statt das Licht zu jagen und dabei entdeckst du Zufallsmomente die Technik gar nicht braucht
Was Wesentlichkeit in der Landschaft bedeutet?
Zu oft klingt der ganze Abschnitt wie Werbung Technik ist bequem und doch bleibt die Frage ob deine Bilder wirklich leben oder nur sauber erscheinen
Vielleicht geht es weniger um das Licht als um deine Wahrnehmung wie Landschaften wirken wenn du deine Erwartungen loslässt und ihnen Raum gibst in der Aufnahme zu entstehen
Eine Idee die du prüfen könntest ist dass die Kamera eher Zeuge als Gestalter fungiert das führt zu Momenten die sich vorher nie gezeigt haben