Ich habe letztens endlich eine alte Kiste mit meinen SNES-Spielen bei meinen Eltern gefunden. Als ich Super Metroid gestartet habe, war ich total überrascht, wie anders sich das Spielen anfühlt. Die Steuerung ist so direkt und die Musik hat so eine dichte Atmosphäre, dass ich fast das Gefühl hatte, etwas zu verpassen, als ich danach wieder zu einem modernen Titel gewechselt bin. Ich frage mich, ob es anderen auch so geht, dass sie diese Art von Präsenz heute manchmal vermissen.
Ja das kenne ich Die Präsenz dieses Spiels sitzt direkt im Handgelenk Die Steuerung reagiert sofort Die Musik baut eine dichte Atmosphäre auf und man spürt wie der Moment hängen bleibt
Aus design sicht entsteht präsenz oft durch klare grenzen Weniger daten mehr fokussierung Die musik dient als erzähler und die steuerung bleibt ruhig und eindeutig Solche Zutaten sind heute seltener in ihrer Reinform
Vielleicht geht es dir gar nicht nur um die steuerung Vielleicht vermisst du auch das entschleunigte Gefühl des abtastens Vor dem nächsten Schritt liegt ein stiller Raum in dem man eigene Gedanken sortieren kann
Ich bin skeptisch Die präsenz kommt nicht einfach aus der retro aura Manchmal ist sie nur eine erinnerung Die moderne spielwelt bietet andere formen von präsenz durch technik und dauerhafte aktion
Vielleicht geht es um limit statt um perfektion Weniger bunte bunte dinge geben mehr raum für eigene assoziationen Die präsenz wächst dort wo der spieler mitdenken muss
Glaubst du wirklich dass diese präsenz heute so selten geworden ist oder ist es nur erinnerung die alles wärmt?