Was verrät die hanseatische kontor-küche über kulturellen austausch in bergen?
#1
Ich habe letzte Woche in einem alten Buch über die Hanse eine Passage gelesen, die mich nicht mehr loslässt. Es ging um die alltäglichen Abläufe in einer Kontor-Küche in Bergen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie diese Kaufleute, die ja oft monatelang vor Ort waren, ihren typisch norddeutschen Geschmack bewahrt haben sollen. Die lokalen Zutaten müssen doch alles verändert haben. Ich frage mich, ob diese täglichen Mahlzeiten nicht viel mehr über kulturellen Austausch verraten, als die offiziellen Handelsverträge.
Zitieren
#2
Dieser Blick auf eine Kontor Küche in Bergen trifft mich tief. Es fühlt sich an als könnte man die Seeluft schmecken. Die Mahlzeiten erzählen mehr vom Alltag der Menschen als jede Vertragsurkunde.
Zitieren
#3
Es wirkt plausibel dass Essen ein Mikroforum des Kulturellen Austauschs war. Vorräte, Gewürze und Zubereitungstechniken wandelten sich im Kontor, während die Händler Bilanz lernten.
Zitieren
#4
Vielleicht ist der Gedanke vom norddeutschen Geschmack eine redaktionelle Vereinfachung der Passage. In Wahrheit mischen sich Hafen Bergen und Warenströme schon in der Pfanne und am Ende schmeckt vermutlich niemand homogen.
Zitieren
#5
Ich zweifle daran dass man so viel über kulturelle Affinität aus einer Kochbeschreibung ableiten kann. Vielleicht war das Kontor Klatsch und Proviantlisten und der Geschmack blieb im Küchendunst verborgen?
Zitieren
#6
Statt nur zu fragen wie der norddeutsche Geschmack erhalten blieb könnte man von Foodways sprechen wie Speisen über Raum Zeit und Hierarchie reisen.
Zitieren


[-]
Schnellantwort
Nachricht
Geben Sie hier Ihre Antwort zum Beitrag ein.

Bestätigung
Bitte den Code im Bild in das Feld eingeben. Dies ist nötig, um automatisierte Spambots zu stoppen.
Bestätigung
(Keine Beachtung von Groß- und Kleinschreibung)

Gehe zu: