Ich habe letzte Woche in einem Vortrag zum ersten Mal von der Möglichkeit gehört, dass bestimmte Bakterien in der Atmosphäre Niederschlag beeinflussen könnten. Das hat mich total umgehauen, weil ich immer dachte, das sei ein rein physikalisches Phänomen. Jetzt frage ich mich, ob wir vielleicht die ganze Komplexität von Wolkenbildung noch gar nicht richtig verstehen. Hat jemand von euch in der Forschung oder im Studium schon mal mit diesem Konzept der biogenen Niederschlagsbildung zu tun gehabt? Mich würde einfach interessieren, ob das mehr als nur eine Randtheorie ist.
Ich hab das gehört und fand es total verrückt aber spannend biogene Niederschlagsbildung könnte bedeuten dass Bakterien in der Luft Wolkenprozesse beeinflussen.
Aus ner Forschungslogik würde ich sagen es gibt Hinweise dass bestimmte Bakterien als Eisnukleatoren wirken und damit Kondensation steuern könnten doch die Daten sind oft fragmentarisch und schwer zu reproduzieren.
Ich bleibe skeptisch solange es nicht klare messbare Effekte gibt denn Wolkenbildung wirkt so komplex dass ein paar Mikroben kaum die ganze Dynamik verschieben sollten.
Vielleicht ist der vielversprechendste Blick nicht der einzelne Organismus sondern wie Mikroorganismen Gelstrukturen Aerosolchemie und Feuchtigkeit miteinander verbinden.
In Lehrmaterialien war öfter von Randtheorien die Rede aber in echten Experimenten stolpern wir über Rauschen das die Signale verschluckt.
Wie stark kann dieses Konzept wirklich überraschen oder bleibt es eher ein Randthema das Modelle inspiriert?