Ich bin seit Jahren in einem kleinen Forum für Hobbygärtner aktiv und es fühlt sich wirklich wie eine zweite Familie an. Jetzt wurde ich von einem Bekannten gebeten, bei der Moderation eines neuen Forums zu einem ganz anderen Thema mitzuhelfen. Irgendwie habe ich ein komisches Gefühl dabei, als würde ich meine eigentliche Community vernachlässigen, aber die neue Aufgabe reizt mich auch. Ich frage mich, ob jemand ähnliche Erfahrungen hat, wenn man plötzlich Verantwortung in einer anderen Ecke des Internets übernimmt.
Ich kenne das Gefühl gut. Die eigene Hobbygemeinschaft fühlt sich wie eine Familie, und plötzlich soll man Verantwortung in einer ganz anderen Ecke des Netzes übernehmen. Moderation macht Konflikte sichtbar, und das bringt Zwiespalt mit sich.
Vielleicht klingt es verlockend, Verantwortung zu tragen, doch kann man zwei Welten wirklich gleichermaßen gerecht werden?
Analytisch gedacht könnte man klare Grenzziehungen brauchen welche Themen welche Moderationsregeln und wie viel Zeit investiert wird damit niemand ausgeschlossen wird.
Ich denke an die Gefühle der alten Community und das Thema neu zu rahmen statt einfach zuzustimmen könnte helfen.
Manche Fragen wirken wie Modetrend in Foren, ist Moderation wirklich der Weg oder nur eine Flucht vor der eigenen Gruppe?
Vielleicht ist der Kern nicht Verantwortung übernehmen sondern welche Werte ich durch Moderation kommunizieren will.