Ich sitze gerade an meiner Masterarbeit und merke, wie sehr mich die ständige Selbstzweifel lähmen. Jeden Absatz den ich schreibe, frage ich mich, ob das überhaupt gut genug ist oder ob ich den Ansatz komplett ändern sollte. Dieser innere Druck macht es manchmal fast unmöglich, überhaupt etwas zu Papier zu bringen. Ich frage mich, ob das bei anderen auch so ein Kampf mit der eigenen Unsicherheit ist.
Das Gefühl kenne ich gut, dieser ständige innere Takt der Selbstzweifel macht den Text oft schwerer als er ist. Wenn du eine Pause machst merkst du vielleicht wie viel du schon geschrieben hast und dass vieles davon ehrlich klingt.
Vielleicht hilft es dir zu trennen was du denkst von dem wie du schreibst. Schreibe zuerst eine grobe Fassung ohne zu prüfen ob die Absätze perfekt sitzen, danach prüfst du die Logik und die Belege.
Du fragst dich ob der Ansatz stimmt und willst ihn womöglich durch praktische Experimente ersetzen doch vielleicht geht es eher um das Tempo. Aus deiner Sicht könnte der Text schon eine Reise sein statt einer festen Theorie.
Es klingt anders als vielleicht gedacht doch wer sagt dass jede Zeile jetzt funktionieren muss. Manchmal ist der Druck nur ein laues Abtauchen mit der Frage ob man genug leistet und ob der Leser das spürt.
Vielleicht ist es an der Zeit das Thema neu zu rahmen und statt einer Antwort mehr Prozessdenken zuzulassen. Ich denke damit lässt sich der Fokus verschieben vom perfekten Satz zum offenen Weg durch den Text.
Ich schreibe weiter obwohl ich zweifle vielleicht gehört das dazu und irgendwann klingt auch der wirre Gedanke ganz ordentlich.