Wie überwindet man den druck bei der quellenrecherche vor der dissertation?
#1
Ich sitze gerade an meinem Dissertationsprojekt und merke, wie sehr mich die ständige Suche nach der perfekten Primärquelle aufhält. Eigentlich sollte ich längst im Schreibprozess sein, aber ich verliere mich immer wieder in Archiven und Datenbanken, aus Angst, etwas Wichtiges zu übersehen. Manchmal frage ich mich, ob diese akribische Quellenarbeit nicht eher eine Art Vermeidungsstrategie geworden ist. Wie geht ihr mit diesem Druck um, wirklich alles gefunden zu haben, bevor ihr den ersten Satz schreibt?
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#2
Primärquellen scheinen oft wie ein endloses Netz zu sein und der Druck alles zu finden frisst mehr Zeit als sinnvoll wäre. Mir geht es genauso ich tauche in Archive ein und die erste Seite wird zur Droge, die nächsten Kapitel zur Nebelwand. Vielleicht ist der Trick nicht die perfekte Fundstelle sondern der Mut zum ersten Satz.
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#3
Du fragst ob die akribische Suche nur Vermeidung ist und ja es fühlt sich manchmal so an. Trotzdem steckt dahinter auch ein Bedürfnis nach Sicherheit nach einem roten Faden der vor dir herzieht und der Bezug zur Primärquelle gibt Halt.
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#4
Jede Suchrunde wirkt wie eine kleine Weltreise und doch bleibt am Ende oft nur ein Gefühl von Randnotiz. Wenn ich merke dass die Liste der Quellen endlos wächst frage ich mich ob ich überhaupt noch die eigene Stimme in der Primärquelle einbringe?
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#5
Skeptisch wäre ich fast immer wenn jemand behauptet er hat alle Antworten gefunden das Thema ist zu groß die Texte zu widersprüchlich vielleicht ist die Aufgabe weniger das Sammeln als das selektive Zusammenführen.
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#6
Vielleicht sollten wir den Blick wechseln und statt der Quellenmenge das Zentrum der Idee betrachten ein Konzept einführen ohne es sofort zu erklären macht den Prozess offener und vermeidet den perfekten Belegmix als Voraussetzung.
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#7
Kurze Bemerkung aus dem Bauch heraus ich schreibe manchmal einfach drauf los und lasse später die Felder der Primärquellen nacharbeiten das hat mir geholfen die Angst vor dem leeren Blatt zu lindern.
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