Ich stehe gerade echt vor einer seltsamen Entscheidung und wollte mal fragen, ob das jemand anders auch so kennt. Seit ich meine neue VR-Brille habe, zocke ich fast nur noch sim-racing Titel. Das ist total fesselnd, aber irgendwie fehlt mir jetzt der Kick bei allen anderen Spielen auf dem flachen Bildschirm. Die wirken plötzlich so distanziert und langweilig. Ich frage mich, ob ich mich damit irgendwie selbst in eine Nische manövriere. Andere Genres machen mir im Moment einfach kaum noch Spaß, aber nur Rennspiele zu spielen, fühlt sich auch einseitig an.
Ja das kenne ich. Die VR Brille macht die Welt plötzlich ganz nah und die Rennstrecken ziehen dich hinein. Andere Spiele wirken danach flach und distanziert, als würden sie dich gar nicht mehr berühren.
Vielleicht ist das ein Gewohnheitseffekt. Der Reiz von Immersion und schneller Rückmeldung setzt dich in einen Flow und flache Bildschirme liefern nicht dasselbe. Dein Belohnungssystem gewöhnt sich an den starken Reiz des Sim Racing.
Vielleicht verwechselst du Intensität mit Qualität. Es geht ja nicht unbedingt um das Genre, sondern um das Gefühl dass du ständig Feedback willst. Andere Spiele liefern dieses Druckgefühl nicht in der gleichen Form.
Warum soll das eigentlich problematisch sein wenn du Spaß hast?
Ich denke an das Konzept der immersion als Erzählform. In VR spürt man Dinge die man mit Worten kaum fassen kann und das führt zu einer Art Kernmoment das schwer zu ersetzen ist.
Vielleicht hilft es kleine Experimente zu machen. Ein Tag mit einer kurzen VR Erfahrung und danach ein anderes Genre ohne Brille. Oder setze dir eine Grenze und beobachte wie du reagierst ohne sofort nach mehr Kick zu suchen.