Ich arbeite seit ein paar Jahren in der Softwareentwicklung, und was mich gerade wirklich beschäftigt, ist der Moment, in dem ein Algorithmus über etwas entscheidet, das mein Team eigentlich für eine menschliche Abwägung gehalten hatte. Es ging um die Priorisierung von Support-Tickets, und plötzlich wurden bestimmte Anfragen systematisch nach hinten geschoben. Die Logik dahinter war nachvollziehbar, aber es fühlte sich falsch an. Ich frage mich, wo man da die Grenze ziehen soll, bevor die Effizienz uns einfach überrollt.
Das fühlt sich beunruhigend an weil eine Maschine die menschliche Abwägung ersetzt und damit schwindet das Gefühl für Fairness
Aus analytischer Sicht wird die Grenze sichtbar wo Kosten Nutzen Rechnung einzelne Nutzer belastet. Die Priorisierung darf nicht nur den Durchsatz erhöhen sondern muss auch die emotionalen Folgen berücksichtigen und zeitliche Stabilität für das Team sichern
Vielleicht hat der Algorithmus einfach nur schlechte Datenpunkte und die Tickets mit gehäuften Beschwerden landen hinten dran weil die Historie lückenhaft ist und das missversteht man leicht als bewusste Ignoranz
Ich bleibe skeptisch das es eine klare Grenze gibt und wenn man es zu sehr codiert verliert man Spielraum und Menschlichkeit?
Vielleicht geht es um eine menschliche Schleife statt um eine harte Grenze Denn statt entweder oder braucht es regelmäßige Checks im Team und klare Kriterien die auch von Menschen verantwortet werden
Ein Begriff der mir einfällt ist Fairness aber dieser Begriff lässt sich nicht in saubere KPIs pressen und bleibt unklar in einer Maschine