Ich sitze gerade an einem neuen Stück und habe mir vorgenommen, diesmal wirklich mit einer anderen Herangehensweise zu beginnen. Statt wie sonst einfach Akkorde zu suchen, habe ich versucht, zuerst eine starke Melodie zu entwickeln. Jetzt habe ich diese eine Linie, die ich wirklich mag, aber irgendwie fühlt es sich an, als würde sie im luftleeren Raum schweben. Ich weiß nicht recht, wie ich daraus einen ganzen Song bauen soll, ohne dass es gezwungen wirkt. Vielleicht fehlt mir einfach der richtige Rahmen dafür.
Die Melodie hat Charakter und doch wirkt sie im Raum wie ein einsamer Gedanke der nach Begleitung ruft.
Vielleicht braucht es eine klare Rahmenbedingung damit die Linie nicht schwebt und sich zu einem ganzen Song ordnet.
Vielleicht denke ich zuerst an eine Textur die die Melodie füttert aber tatsächlich geht es eher um Akzente und Pausen
Wird das wirklich besser wenn du alles in Form bringst oder ist das Ziel vielleicht nur eine interessante Klangfarbe?
Vielleicht hilft es die Melodie als offenes Prinzip zu sehen statt als fertige Lösung und sich von Erwartungen zu lösen
Eine Idee wäre eine unvollständige Struktur zu setzen die sich nach und nach mit der Melodie füllt ohne alle Schritte zu erklären