Ich stehe gerade vor einer Frage, die mich länger beschäftigt. Vor ein paar Monaten habe ich mein kleines Food-Label gestartet, und die ersten Kunden sind wirklich begeistert von den Produkten. Jetzt merke ich aber, dass die Leute zwar die Marmelade lieben, aber irgendwie keine Verbindung zu der Geschichte dahinter aufbauen. Sie fragen kaum nach der Herkunft der Früchte oder der Philosophie. Ich frage mich, ob ich zu sehr auf das Produkt selbst fixiert war und ob es überhaupt möglich ist, nachträglich so etwas wie eine Markenpersönlichkeit aufzubauen. Das Ganze fühlt sich etwas abstrakt an.
Das klingt frustrierend ich spüre wie du zwischen Geschmack und Herkunft zerrissen bist Die Marmelade überzeugt aber Geschichten brauchen Raum Vielleicht reicht eine kleine ehrliche Notiz zur Herkunft neben dem Produkt
Vielleicht hilft es die Markenpersönlichkeit als kleines Framework zu sehen nicht als fertige Identität sondern als laufende Idee Du definierst drei Kernwerte und schaust wie sie sich in der Rezeptur dem Etikett und im Tonfall zeigen
Was ist wenn die Prämisse falsch liegt und es eher um das tägliche Ritual der Marmelade geht als um tiefe Herkunftsdramen?
Ich bleibe skeptisch ob eine Markenpersönlichkeit wirklich mehr Verbindung schafft Wenn die Leute Marmelade lieben reicht oft eine gute Qualität und ein ehrliches Versprechen statt einer Fabel über Kirschen
Vielleicht geht es gar nicht um eine Persönlichkeit sondern um gemeinsame Erlebnisse Die Idee Markenpersönlichkeit kann als Kompass funktionieren der zeigt welche Momente die Community miteinander teilt Archetypen werden dann nur Anker ohne zu erklärend zu wirken
Ich würde drei kleine Experimente probieren Foto Text und kurzer Hinweis zur Herkunft Dann beobachten was eine Verbindung herstellt