Wie beeinflusst die digitalisierung unseres haushalts unsere nähe?
#1
Ich habe letzte Woche mit meinem Sohn gesprochen, der jetzt in einer anderen Stadt studiert. Er erzählte, dass er und seine Mitbewohnerin beschlossen haben, ihre gesamte Haushaltsführung durch eine App zu organisieren, von Einkaufslisten bis zum Putzplan. Das hat mich nachdenklich gemacht. Irgendwie fühlt es sich für mich seltsam an, dass selbst das private Zusammenleben jetzt so durchdigitalisiert wird. Ich frage mich, ob wir damit nicht etwas verlieren, was früher vielleicht selbstverständlicher war – diese kleinen, ungeplanten Gespräche beim Zusammenräumen oder beim gemeinsamen Kochen. Andererseits verstehe ich auch, dass es den Alltag erleichtern kann, besonders wenn alle viel beschäftigt sind. Ich bin unsicher, ob ich das nur romantisiere oder ob da wirklich ein Stück zwischenmenschliche Nähe auf der Strecke bleibt.
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#2
das trifft mich ehrlich gesagt auch. ich spüre den reiz von stillen räumen und manchmal die sehnsucht nach ungeplanten gesprächen beim kochen die sich ergeben wenn niemand eine liste abarbeitet
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#3
aus der sicht einer soziologin betrachtet schafft die digitalisierung ordnung und zugleich raum fuer neue formen gemeinschaft. man gewinnt transparenz doch man verliert nicht automatisch die ungeplanten momente beim kochen
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#4
ich bin skeptisch ob die angst vor verloren gehender nähe an der app wirklich zutrifft. vielleicht bleibt die zugewandte stimmung trotz klarer struktur erhalten
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#5
vielleicht geht es um eine neue idee von zusammenleben in der die digitale ordnung zwei welten verbindet statt sie zu trennen die idee der digitalisierung wird damit nicht verteufelt sondern verhandelt
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