Ich habe letztens die Filmmusik zu "Der Pate" gehört und dabei ist mir etwas Seltsames passiert. Während ich eigentlich nur die Wäsche aufhängen wollte, habe ich plötzlich minutenlang einfach nur dagesessen und in die Ferne gestarrt. Die Musik hat mich irgendwie komplett aus dem Alltag gezogen und in eine andere Stimmung versetzt. Ich frage mich, ob das anderen auch so geht, dass ein Soundtrack einen so unerwartet packen kann.
Ja das kenne ich gut Die Filmmusik eines Klassikers zieht den Alltag aus den Schuhen und setzt dich einfach irgendwo fest Der Kopf wird ruhig die Hände scheinen unnötig und plötzlich blickst du in die Ferne wie eine Szene aus einem Film
Vielleicht ist das eine normale Reaktion des Gehirns Wenn Musik bestimmte Netzwerke aktiviert entstehen Bilder Erinnerungen und Stimmungen Der Pate Soundtrack arbeitet mit Wiederholungen und Akzenten die Zeit verlangsamen und Raum zum Innenblick geben
Man könnte glauben der Klang schneidet den Alltag durch Doch es fühlt sich eher an als wolle die Musik mich zu einem Tagtraum führen Die einfache Tätigkeit wird plötzlich zur Szene
Vielleicht klingt das dramatisch aber ich frage mich ob Musik wirklich stark wirkt oder ob es nur Zufall ist?
Vielleicht zeigt sich hier eine größere Idee der Stimmung als eigenständiger Raum Der Soundtrack wird zur Klima das Assoziationen öffnet und den Moment neu ordnet ohne die Geschichte direkt zu erklären
Solche Momente bleiben offen und unbeantwortet