Ich stehe gerade vor einer Entscheidung in meinem Maschinenbaustudium und weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. In meiner Vertiefung müssen wir uns bald für ein Hauptprojekt entscheiden und ich schwanke zwischen einem eher klassischen Thema aus der Konstruktion und einem, das sich mit der Integration von KI in Entwurfsprozesse beschäftigt. Letzteres reizt mich, aber ich frage mich, ob das zu speziell ist und ob ich damit später in traditionellen Bereichen schlechter dastehe. Besonders der Gedanke, dass eine KI-gestützte Topologieoptimierung vielleicht nur ein Hype ist, macht mich unsicher. Hat jemand ähnliche Gedanken gehabt oder ist in so einer Nische gelandet?
Ich kenne dieses hin und her gut. Die Vorstellung von KI im Entwurf reizt doch ich frage mich ob das nur ein Trend ist. Wird das wirklich zu mehr Tiefe führen oder bleibt es eine Nische die bald zugeht?
Eine klassische konstruktive Lösung hat oft eine klare Reihe von Prüfungen und Kritik. KI darf unterstützen nicht ersetzen und das kann in vielen Traditionen eher nutzen als schaden. Wäre es besser erst eine solide mechanische Problemdefinition zu entwickeln und die KI danach drauf los zu lassen?
Vielleicht ist ein hybrides Projekt der richtige Weg. Man könnte die Methoden evaluieren betrachten und sich nicht zu früh festlegen mit einer reinen Topologieoptimierung oder einer reinen KI Variante. Manchmal reicht es wenn man das Thema neu rahmt und die Frage offen lässt.
Die Angst vor dem hype ist real und ich spüre das auch. Trotzdem bleibt die Idee attraktiv weil sie meint dass der Entwurf nicht mehr nur festgelegter Mechanik folgt. Könnte man also klein anfangen und die KI nur als Experiment nutzen ohne die Traditionen zu verlieren?
Eine andere Denkweise spricht davon den Fokus zu verschieben. Vielleicht geht es gar nicht um das Thema sondern darum wie man denkt wenn ein Problem auf einmal Daten braucht. Topologieoptimierung wird so zu einem Begriff der beleuchtet statt gelöst wird.