Ich stecke gerade in einer Phase fest, wo ich meine digitalen Skizzen irgendwie lebendiger wirken lassen möchte. Die Linien fühlen sich oft zu steril an, obwohl ich mit einem guten Grafiktablett arbeite. Letztens habe ich zufällig von einem Tool gehört, das künstliche Intelligenz nutzt, um handgezeichnete Texturen zu simulieren. Ich frage mich, ob so etwas den Charakter meiner Arbeiten wirklich verändern könnte oder ob es nur eine weitere Spielerei ist.
Das klingt wie musik für die linien ich spüre den wunsch nach atem in jeder strichführung handgezeichnete Texturen könnten dem bild mehr atmung geben
die theorie hinter solchen tools ist dass die texturen aus daten stammen und dadurch eine runde unregelmäßigkeit bekommen die handgezeichnete signatur kommt aber oft erst zurück wenn man das werk als prozess sieht
ich bleibe skeptisch die maschine kann oberflächen rauer machen doch der sinn des zeichnens liegt im feingefühl der hand und im fehler der tastung
vielleicht denkt man dass es um fakes geht doch es geht mehr darum wie Texturen sich kombinieren lassen und wie farbflächen atmen wenn man es richtig einsetzt
ist es nicht nur ein style hack den man irgendwann satt hat und dann wieder vergisst?
vielleicht sollten wir die technik selbst in den fokus rücken und fragen wie das medium digitale skizze als extension des atmenden zeichners funktioniert