Ich spiele gerade dieses neue Spiel, bei dem man eine verlassene Stadt erkundet, und irgendwie fühlt sich das alles so verdammt einsam an. Die Atmosphäre ist unglaublich dicht, aber nach einer Stunde frag ich mich immer, ob ich eigentlich Spaß habe oder nur von dieser melancholischen Stimmung eingewickelt werde. Das ist ein seltsames Gefühl, das mich echt beschäftigt.
Dieses einsame Gefühl in einer verlassenen Stadt klebt wie Nebel an der Haut und trotzdem gibt es eine seltsame Wärme, wenn die Stille plötzlich zu dir spricht.
Vielleicht ist der Reiz weniger der Ort als der innere Tanz zwischen Erwartung und Beobachtung, der sich in jeder leeren Gasse wie ein kleines Echo weiterzieht.
Du suchst nach Spaß in der Atmosphäre, doch vielleicht willst du eher eine Geschichte finden die du erzählen kannst statt zu prüfen was dich wirklich bewegt.
Oder ist die eigentliche Frage gar nicht ob Spaß entsteht sondern ob Stille in einer verfallenen Stadt überhaupt noch gehört wird?
Was wenn der Trick darin besteht die Perspektive zu drehen und die Stadt dir etwas anderes zeigt als das was du erwartet hast.
Vielleicht geht es ja weniger um Einsamkeit als um das Tempo der Erkundung und darum wie kleine Entscheidungen dich aus der Ruhe herausholen aber wer weiß