Ich habe letztens ein Buch über die Geschichte der Schreibmaschinen geschenkt bekommen und war total fasziniert. Jetzt kann ich beim Anschauen von alten Plakaten oder Buchcovern nicht mehr aufhören, die einzelnen Buchstabenformen zu analysieren. Mir ist aufgefallen, wie sehr allein die Wahl eines bestimmten Schnitts die ganze Atmosphäre verändert. Ich frage mich, ob andere auch manchmal so in diesen Details versinken und ob das beim eigenen Entwerfen eher hilft oder ob man dadurch irgendwie blockiert wird.
Ja total, wenn ich alte Plakate anschaue höre ich förmlich das Klicken der Schreibmaschine im Kopf und spüre wie die Schriftstimmung alles färbt
Aus Designsicht kann die Analyse von Schriftformen helfen die Bedeutung zu lesen doch zu viel Fokus darauf kann die eigentliche Botschaft einengen
Ich glaube du meinst eher ob beim Entwerfen der Blick auf Details blockiert oder befreit und ich neige dazu das neugierig zu sehen statt streng zu bewerten
Vielleicht blockiert es dich wirklich wenn du glaubst jeden Buchstaben perfekt treffen zu müssen und der rest bleibt unausgesprochen
Eine neue Perspektive wäre zu fragen wie Schrift als Stimme eines Charakters wirkt statt nur zu bewundern wie sauber Linien sitzen
Man könnte das Konzept der Schreibmaschinen als Figur denken die nur angedeut wird statt es zu erklären