Wie behaltet ihr den überblick bei einer großen literaturübersicht?
#1
Ich sitze gerade an meinem ersten größeren Review und frage mich, wie man eigentlich mit der schieren Menge an Literatur umgehen soll. Ich habe das Gefühl, ich verliere mich in den Details und verpasse dabei das große Ganze. Besonders bei der Bewertung der methodischen Qualität der Studien fällt es mir schwer, eine klare Linie zu behalten. Wie macht ihr das, um nicht den Überblick zu verlieren?
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#2
Ja, das kenne ich. Die Literaturflut fühlt sich oft wie ein endloses Netz an. Mein Trick ist erst mal kurz Luft zu holen, dann eine grobe Forschungsfrage festzuhalten und nur dazu passende Arbeiten hell zu markieren. So verliere ich das große Ganze weniger aus den Augen. Wie geht ihr damit um?
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#3
Ich gehe methodisch vor und lasse die Sache nicht rein fließen. Zuerst frage ich was wirklich relevant ist und notiere das in drei Kriterien Relevanz Stichhaltigkeit und Transparenz der Methoden. Dann bewerte ich jede Studie danach auch wenn es nur kurz ist. Hilft mir das wirklich weiter?
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#4
Vielleicht denke ich zu viel in Standards und vergesse dass ein Review auch Geschichten erzählt. Die Frage muss nicht immer linear beantwortet werden. Manchmal reichen lose Notizen zu Ideen statt vollständiger Belege. Oder irre ich mich?
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#5
Ich frage mich ob der Fokus auf der Methodik nicht manchmal eine Ablenkung ist. Literatur ist immer eine Mischung aus Stücken und Ausschluss. Wer bestimmt was gut ist und wer nicht.
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#6
Vielleicht rahmt man das Thema neu ein und sucht nach offenen Fragen statt nach einer Liste guter Studien. Man skizziert eine Ideenlandkarte und ordnet Literatur nach Konzepten statt nach Studiendesigns
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