Ich bin seit ein paar Monaten in Therapie und es läuft eigentlich ganz gut. Aber seit einigen Wochen habe ich das Gefühl, dass ich zwischen den Sitzungen irgendwie den Faden verliere. Ich nehme mir zwar vor, an bestimmten Dingen zu arbeiten, aber im Alltagstrott geht das dann einfach unter. Mir fehlt so eine Art roter Faden, der mich daran erinnert, worum es eigentlich geht. Wie macht ihr das, um das Besprochene nicht zu vergessen?
Das klingt belastend und menschlich du suchst einen roten Faden damit der Alltag nicht völlig an dir vorbeizieht.
Schreib drei knappe Punkte die du seit der letzten Sitzung angehen wolltest und lies sie morgens durch.
Nutze ein Medium das dich begleitet wie eine kurze Sprachnotiz oder zwei Zeilen am Spiegel.
Lass das Thema eher als Netzwerk von Gewohnheiten auftreten statt als festes Ziel beobachte was sich im Alltag verbindet.
Was wenn der rote Faden nur eine Idee ist und der Wert im neugierigen Hinschauen liegt statt im Abschlussplan?
Ich bleibe skeptisch und frage mich ob es wirklich hilft oder ob der Druck zu groß wird und man aufgibt.