Ich habe in letzter Zeit immer wieder das Gefühl, dass meine Schriftzüge irgendwie steif wirken, wenn ich mit der Hand lettere. Besonders bei persönlichen Projekten wie Briefen oder Postkarten fehlt dieser lebendige, fast atmende Charakter, den ich in alten Schreibmeisterbüchern bewundere. Vielleicht liegt es an meiner zu starren Vorzeichnung mit Bleistift? Ich frage mich, ob ich zu kontrolliert rangehe und den Fluss der Bewegung unterbreche.
Du suchst nach Schriftzüge die wirklich atmen und nicht wie eine Maske wirken
Vielleicht liegt der Schlüssel im Fluss statt in der Kontrolle. Probiere mal frei zu skizzieren mit Feder oder Pinsel ohne Vorzeichnung und lass den Bleistift nur eine grobe Richtung geben
Machst du dir zu viele Gedanken und fragst dich ob der Fluss der Bewegung überhaupt zu fassen ist?
Was wenn der Reiz nicht in der Perfektion liegt sondern darin dass das Ergebnis eine Spur des Scheiterns zulässt
Vielleicht lohnt es sich das Thema neu zu rahmen und statt der Vorzeichnung spontan mit einer weichen Feder zu arbeiten und den Eindruck von Atem als Ziel zu benennen