Ich stecke gerade in einem kleinen Dilemma mit meinem aktuellen Projekt fest. Es ist ein kurzer Loop, bei dem ich eigentlich mit flüssigen, organischen Formen arbeiten wollte, aber alles wirkt irgendwie steif und konstruiert. Ich habe stundenlang mit verschiedenen Kurven und Timing-Varianten experimentiert, aber diese gewünschte lebendige, fast zufällige Bewegung will sich einfach nicht einstellen. Vielleicht liegt es an meinem Workflow, der zu sehr im Grafischen verhaftet ist. Wie nähert ihr euch so etwas an, wenn eure Animationen dieses natürliche Gefühl vermissen lassen?
Vielleicht liegt der Dämpfer nicht im Timing sondern darin dass du zu viel planst und zu wenig auf den Moment hörst.
Man kann Bewegung als Rhythmus begreifen statt als festgelegte Form. Probiere zwei einfache Kurven zu überlagern und höre auf die Muster die dabei entstehen und wie sich die Bewegung plötzlich anders anfühlt.
Mir ist es auch schon passiert dass alles steif wirkt. Lass dich von einer fremden Quelle inspirieren wie eine kurze Außensicht oder eine Staubspur im Wind und leg danach eine neue Sequenz fest um die Bewegung zu entfalten.
Vielleicht ist der Trick gar nicht der Dampf des Flusses sondern der Kontext den du den Figuren gibst. Wenn alles ein wenig absichtslos wirkt kann das Publikum es als ehrlich wahrnehmen.
Ich frage mich ob die Natur wirklich durch zufall entsteht oder ob wir einfach zu neidisch auf perfekte Kurven sind? Wenn ich mir die Realität anschaue bleibt viel unberechenbar was sich trotzdem bewegt.
Man könnte das Prinzip des Flusses als Bewegungsfreiraum einführen statt eine klare Lösung zu suchen aber was bedeutet Bewegung wirklich in einer digitalen Szene und wie viel Spielraum lässt sich damit gewinnen