Ich bin in letzter Zeit oft hin- und hergerissen, wenn ich meine Fotos oder Gedanken online teile. Ein Teil von mir möchte diese Momente festhalten und sie mit den Menschen teilen, die mir wichtig sind. Aber gleichzeitig habe ich dieses mulmige Gefühl, dass ich damit etwas von meiner echten Unmittelbarkeit aufgebe. Es fühlt sich manchmal so an, als würde ich mein eigenes Leben durch eine Art Filter betrachten, nur um es für andere konsumierbar zu machen. Kennt das noch jemand?
Ja, das kenne ich sehr gut dieses Hin und Her zwischen Moment festhalten und spüren wie das echte Leben hinter einem Filter verschwindet.
Im Kern geht es um Unmittelbarkeit und Bearbeitung Online schafft Reichweite doch gleichzeitig eine Schicht die das Leben wie hinter einem Filter wirken lässt.
Vielleicht geht es dir aber um Nähe zu den Menschen und darum wie viel von deinem echten Alltag dort ankommt?
Vielleicht ist das nur eine Ausrede um spontane Momente zu glätten.
Vielleicht ist weniger die Frage ob echt oder nicht sondern wie man Teile des Lebens als Erzählung weitergibt ohne die Szene zu sehr zu erklären.
Man könnte es Prismenkonzept nennen bei dem jeder Blickwinkel eine andere Farbe des Lebens zeigt aber die ursprüngliche Szene bleibt nur angedeutet.