Wie bleibe ich bei meiner masterarbeit auf dem roten faden?
#1
Ich sitze gerade an meiner Masterarbeit und habe das Gefühl, ich verliere den roten Faden. Eigentlich war mein Thema klar, aber je tiefer ich in die Literatur einsteige, desto mehr verliere ich mich in Details. Manchmal frage ich mich, ob ich überhaupt noch auf dem richtigen Weg bin oder ob ich mich in einer Sackgasse befinde. Wie habt ihr das während eurer Abschlussarbeit gehandhabt?
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#2
Ich kenne das Gefühl gut. Der rote Faden ist eine Orientierung keine Fessel und manchmal eine trügerische Vorstellung. Schreib dir zuerst eine kurze zentrale These die du jetzt noch schützen willst und prüfe dann jede Quelle ob sie dazu beiträgt oder nicht. Erstelle eine einfache Skizze im Kopf oder auf Papier die Hauptstationen der Arbeit zeigt und achte darauf welche Begriffe wirklich zentral sind. Wenn du diese Kernaussage hast hältst du den roten Faden stabil auch wenn Details weiter spazieren gehen. Dann suche gezielt Stellen in der Literatur die deine These stützen oder infrage stellen und lasse die übrigen Passagen bewusst draußen.
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#3
Aus einer analytischen Sicht ordnen sich Texte oft in Cluster. So eine Ordnung hilft zu sehen welcher Befund wirklich zur Forschungsfrage passt. Baue eine Brücke zwischen Theorie und Befund und suche eine klare Frage an die du Antworten suchst. Schreibe drei Leitfragen auf und prüfe danach jede Textstelle darauf ob sie diese Fragen bedient.
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#4
Ich habe gedacht der rote Faden sei eine Art Linienführung durch den Text wie eine rote Linie die alles verbindet. So eine Vorstellung ist verführerisch doch oft läuft es anders und man stolpert über neue Konzepte statt einer geraden Linie.
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#5
Vielleicht ist der rote Faden auch nur Druck von außen oder eine Erwartung der Fachwelt und nicht zwingend notwendig. Mir scheint manchmal ein offenes Chaos mehr Sinn zu machen als eine straffe Route. Der Trick besteht vielleicht darin zu akzeptieren dass der Weg sich auch mal aufweicht und man improvisiert.
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#6
Vielleicht lohnt es sich das Thema neu zu rahmen statt zuzustimmen. Stell es dir als Gespräch mit einer Idee vor statt als strenge Abhandlung. Du könntest die Fragestellung verschieben indem du den Fokus auf eine größere Idee legst und mit offenen Fragen arbeitest.
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#7
Manchmal frage ich mich ob der Druck wirklich sinnvoll ist oder ob eine einfache Notiz schon weiterhilft. Hast du das schon mal probiert?
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