Wie bleibe ich beim langsamen Lernen dran, ohne den Anschluss zu verlieren?
#1
Ich sitze hier und denke über die letzte Projektwoche meiner Tochter nach. Während alle anderen Kinder Roboter gebaut oder Vulkanmodelle gemacht haben, hat sie einfach nur den Regenwurm im Schulgarten beobachtet und darüber gezeichnet. Die Lehrerin nannte es "langsames Lernen" und fand es gut, aber irgendwie mache ich mir Sorgen, ob sie da den Anschluss verpasst. Ich frage mich, ob dieser Fokus auf Ruhe und Tiefe in unserer hektischen Welt wirklich Platz hat.
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#2
Ich verstehe dein Gefühl nur zu gut. Ruhe und langsames Beobachten wirken in der Schule oft unscheinbar, dabei tragen sie eine andere Art von Lernen in sich. Langsames Lernen kann sich wie eine Pause anfühlen, aber es ist kein Verzicht auf Lernen, sondern ein anderes Tempo. Denkst du manchmal, dass genau dieses Tempo der Tochter später in der Schule helfen könnte?
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#3
Aus neuropsychologischer Sicht braucht Lernen Zeit, Wiederholung und sinnliche Erfahrungen. Wenn sie den Regenwurm beobachtet, verankert sie Sinneseindrücke und Geduld, und das verknüpft sich später mit komplexeren Ideen. Vielleicht ist das kein schneller Projektabschluss, aber es legt Grundlagen, die sich später auszahlen.
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