Ich sitze gerade wieder mal über meinen Büchern und frage mich, ob es eigentlich anderen auch so geht, dass sie nach stundenlangem Lesen das Gefühl haben, nichts wirklich behalten zu haben. Ich versuche immer, mir Notizen zu machen, aber das zerstückelt den Lesefluss total und am Ende habe ich nur viele lose Zettel. Vielleicht fehlt mir einfach eine bessere Methode, um das Gelesene wirklich zu verankern.
Ja, total. Man sitzt da, starrt ins Buch und merkt, dass nach Stunden Lesen der Kopf leer wirkt, als hätte man den Faden verloren. Notizen helfen zwar, aber am Ende liegen da Locherlöcher an Ideen statt sinnvoller Verknüpfungen. Du kennst das auch?
Vielleicht liegt es daran, dass Lesen allein selten dauerhaft verankert. Behalten braucht eine Verknüpfung aus Sinn, Struktur und regelmäßiger Wiederholung, sonst bleiben nur lose Fetzen hängen.
Ich dachte, du willst nur mehr Listen damit der Kopf nicht wegrutscht. Dabei willst du doch eigentlich schneller durchrutschen und so tun, als hättest du alles mitgenommen, oder?
Vielleicht ist das Gefühl auch ein Signal, dass das Gelernte noch keinen Ort gefunden hat. Wenn dir Notizen zu viel disziplinieren, könnte es helfen das Gelesene als Frage zu formulieren statt als Statement.
Eine Idee wäre Retrieval Practice statt endlos Zettel zu sortieren, regelmäßig kurze Praxismomente mit eigener Wiedergabe zu dem Gelesenen.
Oder vielleicht ist das ganze Hirngereimte und das eigentliche Problem heißt Lesestil statt Gedächtnis. Vielleicht bräuchte man weniger Echtheit der Notizen und mehr Raum für Zweifel am Text.