Ich sitze gerade an einem neuen Projekt und habe mir zum ersten Mal einen richtigen Rigging-Workflow aufgebaut. Es fühlt sich an, als ob ich endlich die Puppe zum Leben erwecken kann, aber ich merke, wie ich ständig an kleinen Details hängen bleibe, anstatt die eigentliche Performance zu animieren. Irgendwie verliere ich mich in der Technik und der Charme der Bewegung geht dabei verloren. Geht das noch jemandem so, wenn die Werkzeuge plötzlich so mächtig werden?
Ich kenne dieses Gefühl zu gut. Der Rigging Workflow will die Puppe lebendig machen doch der Zauber flüchtet, wenn man an Mikrodetails hängt.
Vielleicht geht es eher darum welche Geschichte die Figur erzählen soll. Technik ist nur der Rahmen was wirklich zählt ist die Sinnhaftigkeit der Bewegung.
Du fixierst dich zu sehr auf die Haltung der Knochen statt auf das was die Figur fühlen will. Die Software hilft doch Charme entsteht erst durch visuelles Vertrauen.
Vielleicht ist dein Eindruck ein Statement der heutigen Werkzeuge die so mächtig sind dass man sich darin verliert. Es kann auch sein dass die Freude an der Bewegung aus der Leichtigkeit kommt.
Ich schlage vor einen neuen Begriff zu testen wie Tempo Intent statt Perfektion. Man setzt eine einfache Regel wie schnell oder langsam eine Pose wirkt und schaut was passiert ohne alles zu erklären.
Was hältst du davon die Balance zu suchen zwischen Technik und Story und dich zu fragen wann die Puppe wirklich atmet?