Ich spiele jetzt seit ein paar Monaten regelmäßig in einer festen Gruppe und merke, dass ich mich immer mehr zurückhalte. Früher habe ich einfach drauflosgequatscht, aber seit wir uns besser kennen, überlege ich bei jedem Witz zweimal, ob er vielleicht falsch ankommt. Es fühlt sich an, als würde ich eine Rolle spielen, nur um den Gruppenton nicht zu stören. Andererseits will ich auch nicht der Typ sein, der ständig die Stimmung killt. Geht das noch jemandem so, dass die Dynamik in einer eingespielten Gruppe einen irgendwie einschränkt, statt dass es lockerer wird?
Ja, das kenne ich gut. In einer eingespielten Gruppe fühlt sich jeder Witz wie eine Probe an, und man will nicht stören, zugleich verliert man manchmal einfach den Mut zum Reden.
Vielleicht ist es weniger Angst vor Fehlern als eine veränderte Gruppendynamik: Wir passen unseren Humor dem Ton an, weil wir wissen, wie die anderen reagieren.
Oder du missverstehst die Signale: Vielleicht will die Gruppe doch lachen, nur eben anders, und du fühlst dich wie jemand, der den Witz auspressen muss.
Ich frage mich, ob du dich selbst zu sehr kontrollierst und damit indirekt die Stimmung regulieren willst – ist das wirklich deine Aufgabe oder ist es nur dein aktueller Stress?
Was wäre, wenn der Blick auf Gruppendynamik sich wandelt und ihr festlegt, wer wann spricht, statt jede Situation zu zerdenken?