Ich habe vor ein paar Monaten angefangen, einen Bot für die Kundenkommunikation zu nutzen, und jetzt frage ich mich, ob das vielleicht zu weit geht. Letzte Woche hat er eine E-Mail beantwortet, die eigentlich sehr persönlich war, und es hat sich einfach falsch angefühlt. Ich kann nicht genau sagen, warum, aber irgendwie fehlte die menschliche Note. Andererseits spart es so viel Zeit. Geht das nur mir so?
Ja, das kenne ich: Wenn der Kundenkontakt durch einen Bot läuft, fehlt oft dieser kleine menschliche Funken, der Vertrauen schafft und unsicher macht.
Aus Sicht der Produktivität spart der Bot Zeit und sorgt für konsistente Antworten, doch echte Empathie und das Verstehen von Zwischentönen bleiben knifflig, besonders in der Kundenkommunikation.
Vielleicht denke ich zu technisch, aber ich frage mich, ob der Bot die persönliche Note überhaupt verinnerlichen will oder einfach nur vorstrukturierte Antworten liefert, und dabei die Frage übersieht, wann etwas privat erscheint.
Ich bin skeptisch, ob man Vertrauen wirklich durch Algorithmsprache aufbauen kann, und manchmal scheint die Beziehung mehr von menschlichem Fingerspitzengefühl zu leben als von Mausklicks.
Vielleicht geht es eher um hybride Kommunikation statt um vollständige Automatisierung; der Bot übernimmt Routineaufgaben, der Mensch greift dort ein, wo Kontext, Ethik oder Emotion nötig sind.
Vielleicht geht es darum, den Bot nur als Vorentwurf zu nutzen, den Menschen dann final überarbeitet, damit die Verbindung zu den Lesern nicht verloren geht.