Ich habe in letzter Zeit viel mit Aquarell und Tinte experimentiert und stehe vor einer kleinen Blockade. Eigentlich liebe ich die Zufälligkeit der nassen Farben, aber ich frage mich, ob ich zu sehr versuche, das Ergebnis zu kontrollieren. Wenn ich die Pigmente fließen lasse, entsteht manchmal etwas wirklich Lebendiges, aber dann greife ich doch wieder zum Fön, um den Prozess zu beschleunigen und es zu lenken. Irgendwie geht dann die Magie verloren. Ich bin unsicher, wie ich mehr von dieser spontanen Frische in meine Arbeiten bringen kann, ohne das Gefühl zu haben, die Kontrolle komplett abzugeben.
Es klingt wie ein flirrendes Fenster aus Farben und du merkst die Magie wenn die Zufälligkeit Raum zum Atmen hat
Aus technischer Sicht bestimmt das Tempo den Fluss der Farbe der Föhn beschleunigt den Prozess und lenkt den Zufluss
Vielleicht ist es sinnvoll erst zu beobachten was geschieht und dann zu entscheiden wie viel Raum du der Zufälligkeit gibst
Was passiert wenn du die Zufälligkeit erst in der Luft lässt und erst später entscheidest was du noch willst?
Vielleicht klingt es einschränkend doch manche finden den Föhn zu dominant und vermissen den Atem des zufälligen Tropfens
Eine andere Perspektive könnte sein den Blick zu wechseln die Form zu lockern und das Thema Zufälligkeit neu zu rahmen ohne sofort zuzustimmen