Ich stecke gerade in einer Phase fest, wo ich ständig an meinen alten, halbfertigen Ideen herumdoktere, anstatt wirklich etwas Neues zu beginnen. Es fühlt sich an, als würde ich nur noch im Kreis laufen und die gleichen vier Takte immer wieder umschreiben. Vielleicht liegt es daran, dass ich zu sehr in meiner eigenen Klangwelt gefangen bin. Wie kommt ihr aus solchen kreativen Schleifen wieder raus?
Ich kenne diese Phase gut. Wenn die Kreativität wie ein Echo klingt hilft es oft etwas völlig Neues zu beginnen statt immer am Alten zu feilen. Versuch eine kurze Übung ohne Ziel einfach aus der Situation heraus zu improvisieren statt nach einer perfekten Lösung zu suchen.
Aus analytischer Sicht läuft man in Schleifen wenn die Prämisse zu stark ist. Setze neue Rahmen fest eine Zeitbegrenzung oder eine zufällige Vorgabe wie einen Kontrastton. So zwingt man sich zu neuen Verbindungen statt den gleichen Mustern zu folgen.
Vielleicht klappt es gar nicht so einfach. Die Vorstellung dass man in seiner Klangwelt gefangen ist klingt logisch doch sie ist auch eine Ausrede. Man könnte gezielt Dinge umdrehen und schauen was passiert.
Sollte man überhaupt aus der Schleife raus wollen oder ist der Prozess an sich schon Teil des Projekts? Manchmal scheint es sinnvoller zu akzeptieren dass Schleifen funktionieren und zu sehen was sie aufdecken.
Ich versuche einen neuen Rahmen zu setzen und denke an das Konzept der Nebenlinien statt eines klaren Endziels. Vielleicht geht es darum Notizen zu sammeln statt zu entscheiden und die nächste Idee kommt dann von dort.