Ich habe in letzter Zeit das Gefühl, dass unsere Nachbarschaftsgruppe zwar viele Mitglieder hat, aber kaum jemand sich wirklich verbunden fühlt. Wir organisieren zwar ab und zu ein Straßenfest, aber danach verläuft sich der Kontakt wieder. Irgendwie fehlt mir diese echte Verbundenheit, die ich mir eigentlich erhofft hatte. Ich frage mich, ob andere ähnliche Erfahrungen gemacht haben und was ihnen vielleicht geholfen hat, aus einer losen Gruppe so etwas wie eine echte Gemeinschaft zu formen.
Ja ich kenne dieses Gefühl total, die Nachbarschaft hat viele Stimmen doch die echte Verbundenheit fehlt mir oft, als würden wir nur ab und zu ein Straßenfest hinlegen und danach wieder schweigen.
Vielleicht brauchen wir regelmäßige Rituale und Strukturen wie festgelegte Treffen alle zwei Wochen klare Aufgaben und kleine Gruppen zum Austausch, wie könnte das funktionieren?
Ich neige dazu zu denken Gemeinschaft bedeute vor allem Partys, dabei geht es auch um stille Verlässlichkeit im Alltag.
Es klingt schön aber ich frage mich ob mehr Organisation wirklich hilft oder ob wir nicht eher den Druck vermeiden wollen der daraus entsteht.
Vielleicht hilft es das Thema als offenes Experiment zu sehen statt als Aufgabe die zu lösen ist und kleine Schritte zu erlauben auch wenn sie unklar bleiben.
Ein Gedanke ist eine Gemeinschaft als Prozess zu sehen nicht als Ziel und das Risiko zu akzeptieren dass sich Dinge ändern.