Okay, also ich muss das mal irgendwo loswerden. Mein Partner und ich sind seit drei Jahren zusammen, und eigentlich läuft es wirklich gut. Aber seit er vor ein paar Monaten befördert wurde und viel mehr arbeitet, fühlt es sich an, als würden wir nur noch aneinander vorbeileben. Wir wohnen zusammen, aber manchmal habe ich das Gefühl, ich teile meine Wohnung eher mit einem höflichen Mitbewohner. Ich frage mich, ob das nur eine Phase ist oder ob sich da was Grundlegendes verschoben hat. Ich vermisse einfach diese kleinen, unnötigen Gespräche über alles und nichts, die wir früher den ganzen Tag geführt haben.
Das trifft dich sicher mitten ins Herz und klingt nach einer stillen Sehnsucht nach Nähe in eurer Beziehung.
Vielleicht ist es nur eine Phase der Anpassung weil er mehr arbeitet und ihr Neuanordnungen in euren Alltag braucht.
Du vermisst diese beiläufigen Gespräche über alles und nichts als einen Lebensfaden der euch verbindet und nicht als Pflicht.
Vielleicht ist die eigentliche Frage nicht ob ihr noch zusammenpasst sondern wie ihr in dieser Veränderung eine Form der Nähe findet.
Vielleicht braucht ihr neue kleine Rituale statt einer tiefergehenden Debatte und es wäre spannend zu beobachten wie sich das anfühlt.