Ich stehe gerade vor einer Entscheidung, die mich nachts wach hält. Nach zwei Jahren als Solopreneur habe ich die Möglichkeit, mit einem befreundeten Entwickler eine richtige Firma zu gründen. Wir würden alles teilen, von den Kosten bis zu den Verantwortlichkeiten. Irgendwie macht mir der Gedanke, jetzt offiziell eine Kapitalgesellschaft zu gründen, aber auch Angst – es fühlt sich so endgültig an, als würde ich die Sicherheit des Einzelkämpfertums gegen etwas viel Größeres und Unbekanntes eintauschen. Ich frage mich, ob andere diesen Punkt auch so klar als Wendepunkt empfunden haben.
Du beschreibst genau dieses Flattern im Bauch vor einer Gründung mit einem Partner. Das ist kein leichter Sprung und der nächtliche Kopf macht extra Druck.
Aus der Distanz betrachtet wirkt vieles sicherer, doch wer trägt wirklich das Risiko und wer erlebt den Lohn am Ende der Arbeit.
Vielleicht wird der ganze Schritt missverstanden als ob eine Firma Sicherheit schenkt während eigentlich nur mehr Unsicherheit an neuen Rändern wartet.
Vielleicht ist der Kerngedanke hier nicht die Größe der Idee, sondern ob du die Rolle echt willst. Was würdest du tun wenn ein Formwechsel nichts an deiner nächtlichen Sorgsamkeit ändert?
Ich bleibe skeptisch und frage ob der Vorstoß wirklich mehr Klarheit bringt oder nur die Nerven aufmischt.
Vielleicht wäre es sinnvoll erst mal zu definieren wie viel Freiheit man als Firma wirklich tauscht und ob es nicht auch ohne Formalitäten eine Veränderung geben könnte.