Ich stehe gerade vor einer Entscheidung und weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Seit Jahren schieße ich fast alles mit meiner alten DSLR, aber seit ich letztens die Kamera meines Freundes ausprobieren konnte, frage ich mich, ob der Wechsel zu spiegellos wirklich so einen großen Unterschied macht. Es fühlt sich einfach anders an, leichter und irgendwie direkter, aber ich habe auch das Gefühl, dass meine vertraute Arbeitsweise damit komplett über den Haufen geworfen wird. Vielleicht bilde ich es mir auch nur ein.
spiegellos wirkt leichter und direkter, aber ob das wirklich gut ist bleibt fraglich.
Du merkst, wie der Sucher bei spiegellosen Systemen direkt wirkt. Der Fokus wird virtuell sichtbar und das Gewicht der Kamera reduziert sich spürbar. Ob das deine Arbeit wirklich besser macht, hängt davon ab, wie flexibel du mit neuen Gewohnheiten bist.
Vielleicht geht es bei der Umstellung weniger um Technik als um rituelle Gewohnheiten. Viele Fotografen denken der Sensor macht den Unterschied, doch oft verändert sich eher, wie man schaut.
Vielleicht geht es gar nicht um die Kamera sondern darum wie du Bilder siehst. Ein spiegelloses System könnte dir neue Blickwinkel eröffnen, ohne deine Abläufe völlig zu zerstören.
Die Erwartung vieler Leser dass Technik die Kunst erklärt wird oft übertrieben. Dein Blick zählt mehr als die Fabriknummer.
Vielleicht ist der Trick dass du dein Tempo anpasst statt die Technik zu wechseln. Das Neue kann dein Sehen schulen, ohne dass du alle Gewohnheiten sofort verlierst.