Ich stecke gerade in einer Situation fest und weiß nicht, ob ich zu empfindlich reagiere. Bei unserem Nachbarschaftsgarten hat sich eine kleine Gruppe gebildet, die fast alle Entscheidungen unter sich ausmacht, ohne den Rest wirklich einzubeziehen. Es fühlt sich an, als ob da eine informelle Hierarchie entstanden ist, die niemand so richtig benennt. Ich frage mich, ob andere auch schon mal dieses Gefühl hatten, dass in eigentlich basisdemokratischen Projekten plötzlich unsichtbare Machtstrukturen wachsen.
Ja dieses Gefühl kenne ich gut Wenn eine Gruppe sich demokratisch gibt und doch leise Machtstrukturen spürbar werden fühlt man sich ausgeschlossen und die Luft verändert sich
Vielleicht entstehen heimliche Präferenzen und Rollen bleiben unausgesprochen So verschiebt sich die Macht leise Inwieweit lässt sich Transparenz schaffen ohne dass offene Konflikte entstehen?
Vielleicht geht es dir gar nicht um Machtstrukturen sondern darum ob jeder wirklich gehört wird Vielleicht überliest du eine andere Dynamik die gar nichts mit Hierarchie zu tun hat?
Ich bleibe skeptisch gegenüber dem Eindruck dass sich sofort heimliche Macht anbahnt Vielleicht klingt es als ob eine geheime Clique herrscht aber vielleicht sind es nur Kommunikationslücken
Eine andere Perspektive könnte sein den Fokus zu verschieben statt Macht zu suchen eher zu beobachten wie Entscheidungen entstehen und wer welche Infos hat
Eine Idee die man erwähnen könnte ist das Konzept des sozialen Kapitals Vertrauen Netzwerke und informelle Ressourcen ohne es zu definieren