Ich bin in letzter Zeit wirklich hin- und hergerissen, was meinen Umgang mit sozialen Medien angeht. Früher habe ich die Plattformen fast schon zwanghaft geöffnet, aber jetzt überkommt mich oft ein seltsames Gefühl der Leere, nachdem ich wieder eine halbe Stunde nur durchgetappt bin. Andererseits habe ich Angst, den Anschluss zu verpassen, wenn ich mich komplett zurückziehe. Ich frage mich, ob andere auch diese Art der digitalen Erschöpfung kennen.
Ja das kenne ich wirklich. Diese Leere nach dem Durchscrollen fühlt sich wie eine kurze Lücke im Selbstbild an. Viele Freundinnen berichten Ähnliches. Digitale Erschöpfung ist real und oft bleibt nur ein Kopfschütteln. Doomscrolling ist geläufig und doch fraglich ob das gesund ist.
Vielleicht ist das Ganze auch ein Marketing Trick der Plattformen. Wir sollen immer weiter scrollen und uns mit anderen vergleichen. Am Ende bleibt eine Leere. Vielleicht ist die Erschöpfung weniger ein echter Schmerz als ein Zeichen dafür wie Inhalte gestaltet sind.
Ich merke es gerade hektisch. Ich will offline sein, doch der Impuls weiter zu scrollen ist stärker. Vielleicht ist es nur Gewohnheit.
Wenn man digitale Erschöpfung analysiert sieht man Belohnungslogiken und soziale Vergleiche. Der Algorithmus verstärkt bestimmte Inhalte und danach bleibt oft eine Leere. Vielleicht hilft es die Nutzungsweisen zu beobachten ohne sofort etwas zu verändern.
Vielleicht geht es weniger um soziale Medien als um das Bedürfnis nach Verbindung. Was bedeutet es dran zu bleiben? Vielleicht entdecken sich auch offline neue Formen der Nähe.